

Volker Beushausen

Volker Beushausen

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Julia Hülsmann Trio
Imprint
Julia Hülsmann, piano
Marc Muellbauer, double-bass
Heinrich Köbberling, drums
ECM 2177
Pressezitate:
Die Musik, so scheint es, ist reifer und abgeklärter geworden, dabei nicht bequemer oder geistig und körperlich unbeweglicher. […] Sie sprudelt nicht nervös voller Schaffensdrang, sondern verströmt souveräne Gelassenheit.
Tobias Richtsteig, Jazzthetik
Like „End of a Summer“, overt virtuosity has little place on Imprint, but the equilateral triangle that form this trio, with each side gently pushing and pulling – never for dominance but, perhaps, for emphasis – is the unmistakable consequence of three players who, after being together for many years, have leapt to another plateau since joining ECM. With greater aplomb, and a more balanced blend of extroverted energy and the equal power of understatement, “Imprint” is a watershed recording for the egalitarian Hülsmann and her trio, and one of 2011’s best piano trio recordings to date. John Kelmann, All about jazz
Audiophiles Highlight des Monats
Ein, zwei Akkorde, das reicht eigentlich, um Spuren, Wegmarken, Abdrücke, „imprints“ eben, zu hinterlassen. […] Kaum zu glauben, aber es stimmt wirklich: Diese scheinbar so schlichte Musik erschließt sich erst nach mehrmaligem Hören
Stereo
Der Pianistin Julia Hülsmann gelingt auch auf ihrer zweiten CD für ECM das Kunststück, das Schöne und Schlichte mit dem Sinn für Klangfarben und Nuancen intelligent zu vereinen. Nicht um verblüffende Technik und Schnelligkeit ist ihr zu tun, sie überzeugt durch klangschönen Ausdruck und subtile Differenzen. […] Und selbst in stärker groovebetonten Titeln fühlt man sich eher an entspanntes Schweben als an bodenständige Bewegung erinnert.
Heribert Ickerott, Jazzpodium
Schöne, singende Momente einzufangen, war schon immer ihr Ding. […] Julia Hülsmann hat jetzt […] die Regie für Harmonie, Rhythmus und Melodien in ihren Händen. […] Aber Tatsache ist, dass die Musik durch ihre Gesanglichkeit und den ruhigen Fluss elegant und dennoch zum lockeren Zuhören verführend in die Ohren von Zuhörern eindringt.
Ludwig Jurgeit, Jazzpodium
Auch sonst ist Hülsmann eine Musikerin, deren Ausdruckswille mehr auf den melodiösen Kern ihrer Kompositionen gleichsam nach innen zielt als nach außen, auf artifizielle Wirkung. […] Die filigrane Architektur füllen Hülsmanns melodisches Klavierspiel, das sich auch mal quer zum harmonischen Verlauf stellt, sangliche Basssoli und ein Schlagzeugspiel, das sich auf dem Becken alle Möglichkeiten offen hält und die Trommeln meist mit dem Besen streichelt und den schwebenden Charakter nur selten mal mit einem festen Akzent auf der Snaredrum erdet. Weich fließen die Chorusse ineinander, lösen sich sanft ab – Julia Hülsmann unterstreicht, zusammen mit ihren Kollegen einmal mehr ihren Ruf als Lyrikerin des deutschen Jazz.
Ralf Döring, Neue Osnabrücker Zeitung
Seltsam, dass auch ein hohes Maß an musikalischer Zurückhaltung, an Verzögerung und Sparsamkeit so gute Laune bereiten kann. Die Berliner Pianistin Julia Hülsmann hat eine Neigung zu eher überschaubaren melodischen und rhythmischen Mustern, und sie werden meistens gar nicht schnell gespielt. Wie kleine Bälle hält sie diese Muster auf ihrem neuen Album „Imprint“ (ECM) in der Hand, lässt sie emporschnellen, versteckt sie, bis sie an einer unerwarteten Stelle wieder auftauchen – und ist dabei eine Meisterin der harmonischen Deutung. Wenn dann sehr lässig das scheinbar schon Vertraute in neuem Gewand auftritt, mit einer anderen Stimmung und in anderen Funktionen, als Folge einer harmonischen Wanderung oder auch nur einer tonalen Rückung, stellt sich beim Hörer ein Glücksgefühl ein, wie es sich nur dem Witz, der auf einen Punkt konzentrierten Intelligenz verdanken kann.
Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung
Julia Hülsmann hat sich mit ihrem Trio einer songnahen, ganz Melodien vertrauenden Musik verschrieben. Poetische Verdichtung, exquisite improvisatorische Kunst aller Beteiligten im eng zusammengerückten Spiel bis hin zu klingenden Pausen sind ihre Markenzeichen. Unaufgeregt wortlose Musik ergibt das, die mehr auf Nuancen als auf Powerplay, mehr auf subtilen Detailreichtum denn auf Virtuosität setzt.
Ulrich Steinmetzger, Leipziger Volkszeitung
Ein, zwei Akkorde, das reicht eigentlich, um Spuren, Wegmarken, Abdrücke, „imprints“ eben, zu hinterlassen. […] Diese scheinbar so schlichte Musik erschließt sch erst nach mehrmaligem Hören.
Stereo
Früher arbeitete sie oft mit Sängerinnen, inzwischen hat sie einen Ton auf den 88 Tasten gefunden, der selbst wie Gesang klingt, ohne dass sie ihre Stimme erheben muss. Es ist ein Singen, das tief von innen kommt und sich auf den ganzen Körper bis in die Fingerspitzen überträgt.
Jazzthing
Subtil, bisweilen leicht verschroben, immer eine überraschende harmonische Wendung suchend – das ist die neue CD des Julia Hülsmann Trios, welches mittlerweile einen fixen Platz in der ersten Liga der europäischen Piano-Trios einnimmt. Wollte man die Kunst der Pianistin mit Malerei vergleichen, so müsste man hier von leicht hingetupften Aquarellen sprechen, die ihre volle Wirkung erst durch die weißen Flächen entfalten, die nicht von Farbe bedeckt sind.
Concerto
Man könnte sie als Lieder ohne Worte bezeichnen, sie schmiegen sich problemlos ins Ohr.
Zürcher Oberländer
Pressetext:
Eigentlich ist dieses Album ein Oxymoron, vielleicht sogar mehrere – ein fließender „Imprint“, eine zeitlose Momentaufnahme, musikalisch ebenso spannend wie entspannt, so vielseitig wie eindeutig, achtsam und gelassen. Das neue Album des Julia Hülsmann Trios, von Manfred Eicher im Rainbow Studio in Oslo produziert, präsentiert mit elf Eigenkompositionen und einem neuen Arrangement eines alten Swing-Schlagers die enorme Bandbreite dieser international renommierten Band aus Berlin – von lyrischen Balladen wie „A Light Left On“ über konzentrierte Improvisationen à la Monk wie in „Who’s Next“ bis zum schweren Groove von „Grand Canyon“. „Für mich steht „Imprint“ dafür, dass sich unsere Musik gefühlsmäßig gefestigt hat – nicht nur in den dreizehn Jahren, die es das Trio jetzt gibt, sondern besonders auch in den zwei Jahren seit unserem ECM-Debüt „The End Of A Summer““, sagt Julia Hülsmann, die für Die Zeit „als Pianistin und Komponistin eine Lyrikerin“ ist und der Süddeutschen Zeitung als „der Feingeist unter den deutschen Jazzpianisten“ gilt. „Man könnte vielleicht sagen, dass die Musik tiefer, intensiver, der „Abdruck“ deutlicher geworden ist.“
Julia Hülsmann, der Bassist Marc Muellbauer und der Schlagzeuger Heinrich Köbberling haben „Imprint“ im März 2010 aufgenommen. Durch ihre zahlreichen Konzerte – nicht nur in Deutschland, sondern auch in England, Frankreich oder Spanien – waren die Drei bestens aufeinander eingespielt, viele der Stücke live erprobt, der Sound und das Konzept klar. Das spürt und hört man auf diesem Album. Das Trio macht, auch das nur scheinbar widersprüchlich, eine sehr essentielle, verdichtete und trotzdem herrlich offene Musik. Die Töne singen und sitzen, genau so und nicht anders; die Musik ist auf ihre Essenz entspannt. „An einigen Stellen hat mir Manfred Eicher den Mut gegeben, mich so weit zurückzunehmen, dass es passt“, erinnert sich Julia Hülsmann. „Sobald wir die Tendenz hatten, „irgendetwas zu wollen“, intervenierte er: Es muss fließen. Viele der Takes auf der CD stammen vom letzten Tag. Ich habe da ein bisschen lockerer lassen können, weil ich das Gefühl hatte, dass es unter den vorherigen Aufnahmen schon welche gibt, die durchaus machbar wären – der Kopf war frei und ich konnte endlich das machen, was es braucht.“ Der konzentrierte, klare, nicht immer nur ruhige Fluss des Albums zeigt sich schon im Opener „Rond Point“, einer meditativ-repetitiven Hülsmann-Komposition. „Die Vorstellung war, dass man inmitten einer sommerlichen französischen Landschaft an einen Kreisverkehr kommt und dann einfach immer weiter in diesem Kreis fährt, weil es einem so gut gefällt. Das hat etwas Geruhsames, man verweilt eben noch ein bisschen in der Bewegung. Egal was ist, man hat Zeit.“ Das Gefühl, Zeit zu haben, durchdringt nicht nur die ruhigen Momente der Musik. Der intensive, treibende Groove von „Grand Canyon“ wirkt ebenso aufgeräumt und gefasst, wie etwa Marc Muellbauers zwischen Ekstase und Einkehr schwebendes „Ritual“, Heinz Köbberlings aufregend dynamisches „Zahlen Bitte“ oder „Who’s Next“, ein swingendes Monk-Tribut der Bandleaderin. Ein neues Arrangement des alten Tonfilmschlagers „Kauf Dir einen bunten Luftballon“ ist vielleicht das persönlichste Stück auf „Imprint“. „Dieses alte Stück war das Lieblingslied meiner Mutter, die ganz überraschend im Januar 2009 gestorben ist“, erzählt Julia Hülsmann. „Für mich soll diese Version etwas Versöhnliches, Warmes haben, aber auch das Gefühl illustrieren, wegfliegen zu wollen. Das Besinnliche dabei ist das Gefühl, von oben auf sich hinabsehen zu können.“ Auch das ist scheinbar ein Widerspruch in sich: „Imprint“ fließt frisch und neu, ist modern und originell ohne die Tradition zu verleugnen. Wie Julia Hülsmann sagt: „Dieses Trio hinterlässt einen Eindruck und ein klares Abbild: Die Musik ist da und bleibt.“
Julia Hülsmann Trio
The End of a Summer
ECM 2079
Jazzmagazine, Disque d’émoi
Stereoplay, Jazz-CD des Monats
Listening to this purely instrumental album it is clear her love of well crafted verse spills into her music. Full of elegantly constructed melodies that seem natural extensions of the thematic material at hand, there is indeed a kind of musical poetry at work here which is absorbing as it is musically fulfilling.
Stuart Nicholson, Jazzwise
There’s a lot of brooding, featherlight touches and empty space, but Hülsmann has a magnetic, understated swing, too. Her longer improvisations manage to sound avant-boppish, even though they seem to develop by rippling outwards rather than advancing along a line. … Hülsmann is an interesting discovery with a subtle harmonic mind; Muellbauer and Köbberling are right on her wavelength.
John Fordham, The Guardian
Die deutsche Jazzszene erhält durch Julia Hülsmann eine bedeutende neue Stimme. Unaufdringlich, aber eindringlich, unprätentiös, aber hochkonzentriert.
Markus Klohr, Jazzpodium
Julia Hülsmann ist als Pianistin und Komponistin eine Lyrikerin. Sie sucht die knappe Form mit langem Nachhall, nicht die große erzählerische Geste. Dabei scheut sie jede Art von Tiefenschwindel. Vor Popsongs schreckt sie keineswegs zurück, auf ihrer jüngsten CD interpretiert sie neben sechs eigenen und drei Titeln ihrer Partner auch einen solchen, Seals Kiss From A Rose. Er klingt wie von ihr erfunden – und ihre Originale klingen wie Standards. … Atem, Raum, Sparsamkeit sind überhaupt Stichworte für ihre Musik. Durchsichtigkeit der Interaktionen im Kollektiv. … Hülsmann lässt sich von Gefühlen nicht um den Verstand bringen, aber sie lässt sie zu, sozusagen als Korrektiv ihres Hangs zum transparenten Konstruktivismus. Gefühle, zuweilen auch melancholisch eingedunkelte. Nicht: Sentimentalitäten.
Peter Rüedi, Die Zeit
Julia Hülsmann ist der Feingeist unter den deutschen Jazzpianisten. Die Berlinerin entfesselt einen melodiebetonten, von strengen Arrangements und Chromatik geleiteten Fluss, was eine Nähe zu Lyrik und Gesang vorzeichnet.
Oliver Hochkeppel, Süddeutsche Zeitung Extra
In der Vergangenheit machte sich die 40-jährige Pianistin einen Namen als Inspiratorin von Sängern wie Rebekka Bakken oder Roger Cicero. Doch erst auf ihrem ECM-Debüt entfaltet sich der Charme ihrer eleganten Kompositionen. Hinreißend wie Marc Muellbauer und Heinrich Köbberling sich in die Klaviermuster einweben. Endlich wieder eine deutsche Künstlerin, die auch international für Furore sorgt.
Sven Thielmann, Stereoplay
Vom überkommenen Kanon der Jazztradition ließ sich Hülsmann bislang noch nie einschüchtern, auf The End Of A Summer überführt sie dieses Credo in eine neue Tonsprache. Dieses superbe Album macht klar, worin die Synergie von guten Musikern, gutem Material und guten Aufnahmebedingungen liegen kann, ja liegen muss.
Tom Tuchs, Fono Forum
Grande maîtrise des nuances et du toucher, interaction souple et vibrante avec ses partenaires, sens de l’espace, goût des mélodies et des ambiances subtiles et toniques – la façon dont le trio transcende le Kiss from a Rose de Seal est une véritable (et jubilatoire) leçon de relecture jazz d’un theme pop -: Julia Hülsmann, en tant que pianiste, compositrice et leadeuse d’un magnifique trio possède tout ce qu’il faut pour être admise dans la cour des grands.
Thierry Quénum, Jazzmagazine
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